Tag des Herrn, Nr. 45, 12. Nov. 2017

23.10.2017 Katholikenrat trifft sich mit Ministerpräsident Stanislaw Tillich

V.l.n.r.: Rafael Ledschbor, Norbert Grellmann, Martina Breyer, Ministerpräsident Tillich, Thomas Kratzmann, Stephanie Hauk, Stephan Pschera und Marko Schiemann.

www.bistum-dresden-meissen.de:

Sächsischer Verdienstorden für

Maria Ziegenfuß

Referentin für Hospizarbeit und Pflegeberufe im Caritasverband,

Verleihung am 26. Juni in Dresden

Für ihre Arbeit im Hospizwesen geehrt: Maria Ziegenfuß. Foto: privat

Dresden, 24.06.2015: Ministerpräsident Stanislaw Tillich überreicht am Freitag, 26. Juni, zwölf Bürgerinnen und Bürgern den Verdienstorden des Freistaates Sachsen. Mit dieser Auszeichnung ehrt der Freistaat Menschen, die sich im politischen, wirtschaftlichen, kulturellen, sozialen, gesellschaftlichen oder ehrenamtlichen Bereich in herausragendem Maße engagiert haben. Bei dem Sächsischen Verdienstorden handelt es sich um die höchste staatliche Auszeichnung des Freistaates.

Mit dem Orden wird auch Maria Ziegenfuß (66) aus Dresden geehrt. Als Ärztin und Initiatorin des sächsischen Palliativ- und Hospizwesens hat sie nach der Friedlichen Revolution und dem dann folgenden Aufbau neuer Strukturen im Freistaat Pionierarbeit geleistet. Bereits in der DDR engagierte sie sich als Ärztin in der Sterbebegleitung. Mit ihrer christlichen Überzeugung setzte sie sich für eine seelsorgerische Begleitung ein, um bei Sterbenden und Angehörigen Sorgen und Ängste zu lindern. Mit Mut und Begeisterung baute sie in Sachsen ein Netzwerk der Hospiz- und Palliativbewegung auf und trug das Thema in die Öffentlichkeit. In der Folge setzte sie sich außerdem für eine würdevolle Bestattung von Früh- und Totgeburten ein. 2005 ergriff sie die Initiative zur Gründung des Vereins Sternenkinder. Dieser bietet die Bestattung von Früh- und Totgeburten an, organisiert Gedenkfeiern und begleitet die Hinterbliebenen in deren Trauer. Maria Ziegenfuß setzte sich ebenso für die Organisation und Gewährung humanitärer Hilfen für ausländische Bürger in lebensbedrohlicher Situation ein.

 

Anmerkung:

Frau Maria Ziegenfuß ist ein ehemaliges, aber sehr aktives Mitglied unserer Gemeinde gewesen.

Gerade hat sie den Sächsischen Verdienstorden bekommen.

Wir freuen uns darüber und gratulieren Frau Ziegenfuß herzlich dazu.

Sie hat sich während ihrer Meeraner Zeit schon darüber Gedanken gemacht und diese insbesondere nach ihrem Umzug nach Dresden umgesetzt.

Auf die in der breiten Öffentlichkeit immer wieder lautstark diskutierte Frage nach der "Sterbehilfe" hat sie eine für uns Katholiken sehr praktikable Antwort gegeben:

Hospizdienst, Palliativmedizin, Verein Sternenkinder.

Je besser wir darin sind und würdevoller mit den Menschen umgehen, um so weniger brauchen wir "Sterbehilfe" 

Sie hat den Sächsischen Verdienstorden mehr als verdient.

Und vielleicht erinnert sich ein oder mehrere Meeraner Patienten noch an die nette und fachlich versierte Ärztin / Betriebsärztin.

 

Wolfgang Geier

für den Pfarrgemeinderat

 

 

 

 

An die

Gemeinden, Gemeinschaften und Einrichtungen

im Bistum DresdenMeißen

 

Berufen zur eucharistischen Kirche –

Einladung zu einem Erkundungsprozess

im Bistum DresdenMeißen

 

I. Zur gesellschaftlichen und religiösen Ausgangssituation

Es ist für mich überraschend, welche Überraschungen das Bistum

DresdenMeißen birgt! Dresden ist deutlich anders als

Leipzig, Leipzig als Gera und Chemnitz, das Vogtland anders

als die Oberlausitz oder das Erzgebirge. Oft sind es dabei

nicht nur graduelle Unterschiede zwischen den Regionen in

ihrer geschichtlichen, kulturellen, ökonomischen, demographischen,

landschaftlichen, wirtschaftlichen und religiösen Situation.

Die unterschiedlichen Entwicklungen und Herausforderungen

sind gravierend. Wenn wir wirklich Kirche bei den

Menschen sein wollen, kann es deshalb nicht einen einheitlichen

pastoralen, personellen und finanziellen Plan für unser

sich von Ost nach West über 300 km erstreckendes Bistum

geben. Für uns gilt: Einheit in Vielfalt.

Was uns verbindet, ist die große Zahl konfessionsloser Menschen,

zu denen wir als Kirche und als Christen gesandt sind:

Etwa 80 Prozent der Bevölkerung gehören keiner Kirche an.

Viele aktuelle Umfragen und Analysen zeigen, so sehr man es

gern auch anders interpretieren will: Die Frage nach Gott hat

für sie oft nur eine marginale Bedeutung. Im Land der Reformation

ist der christliche Glaube Vieler in all den langen Jahrzehnten

brauner und roter Gewalt zusammengebrochen. Die

gelebte Gottlosigkeit ist für viele Familien seit Generationen

normale Selbstverständlichkeit und das mitten in der durch

die christliche Tradition geprägten Kultur und Geschichte

Sachsens. Viele innenkirchliche Themen, wie etwa das Zölibat

oder die Zulassung von wiederverheirateten Geschiedenen zu

den Sakramenten, sind für diese Menschen hier unendlich

weit weg und irrelevant.

Ich bin dankbar, dass wir uns dieser missionarischen Situation

in einem achtsamen und engagierten ökumenischen Miteinander

stellen, das geprägt ist nicht nur durch Grundsatzgespräche,

sondern durch ein oft selbstverständliches ökumenisches

SichherausfordernLassen in unserem Sendungsauftrag

zu den vielen ungetauften Menschen. Dabei bewerte ich es

als eine große ökumenische Qualität, die bestehenden Unterschiede

achtungsvoll zu respektieren und uns nicht reduzieren

lassen auf einen Ökumenismus des kleinsten gemeinsamen

Nenners, der das, was dem Anderen wichtig und heilig

ist, billig einzuebnen versucht.

Doch gerade in dieser gesellschaftlichen und religiösen Situation

durfte ich entdecken, dass Gott auch in den Menschen,

die sich nicht zum christlichen Glauben bekennen, und mitten

unter ihnen lebendig und wirkmächtig gegenwärtig ist. Wir

brauchen ihnen Gott nicht zu bringen, er ist schon längst da!

Es war für mich immer wieder wundersam und wunderbar, ja

es waren für mich wirkliche Wunder, wie oft Gott im Fragen

und Denken, in den Sehnsüchten und Hoffnungen der Menschen,

in ihren Worten und Verhalten zum Ausdruck kam: Im

Gespräch mit Schülerinnen und Schülern in staatlichen Schulen,

unter denen nur zwei Christen waren, in der Frage des

Schaffners im Zug kurz vor Mitternacht, ob ich denn wirklich

daran glauben würde, dass mit dem Tod nicht alles aus sei, in

der Taufe von alten Menschen, die mir unter Tränen erzähl5

ten, dass es ja verpönt gewesen sei, sich als katholisch zu bekennen,

im Gespräch mit ungetauften Eltern, deren Kinder

plötzlich zu Hause vor dem Essen zu beten anfingen, wie sie

es im katholischen Kindergarten gelernt hatten, in der Begegnung

mit dem leidenschaftlichen Atheisten, mit dem ich am

Abend noch in der Diskussion zusammengestoßen war, und

den ich am Morgen in der Hofkirche wiedertraf, als er eine

Kerze vor der Mutter Gottes anzündete und, als er ziemlich

erschrocken mich sah, mir mit einem Lächeln erklärte, dass er

daran aber nicht glaube.

Dieses Land, das Gott uns als Kirche gegeben hat, ist unser

heiliges Land. Diese Menschen hier sind uns Gnade und Herausforderung,

in denen Gott auf uns zukommt und die unsere

Kirche auch bereichern. Diese unsere Zeit ist die Zeit der

Heilsgeschichte Gottes mit uns.

Ich bin dankbar zu erleben, wie viele Christen in unseren Gemeinden,

Gemeinschaften und Einrichtungen sich von dieser

unserer Gegenwart herausfordern lassen! Wie viel Vitalität,

Glaubenskraft und Durchhaltevermögen erlebe ich in unserem

Bistum täglich, wie viel Treue und Mut gerade in unseren

ländlichen Gebieten, die schwierige Diasporasituation anzunehmen

und zu gestalten! Wie vielen jungen Christen begegne

ich in den Gemeinden, Gemeinschaften und kirchlichen

Treffpunkten in unseren Städten! Es ist für mich eindrucksvoll,

dass in den Städten Leipzig und Dresden die größte Altersgruppe

der Katholiken die 2030jährigen bilden!

 

II. Wer sind wir als Kirche?

Gerade in dieser gesellschaftlichen Situation stellt sich die

Frage: Wer sind wir als Kirche in dieser Zeit? Wozu sind wir

da? Welches ist unser Auftrag, unsere Bestimmung in diesem

Land? In drei Schritten möchte ich mich der Beantwortung

dieser Fragen nähern:

 

1. Wir sind eucharistische Kirche: vom Herrn gerufen

Beim eucharistischen Mahl am Vorabend seines Leidens wurden

die Jünger, was sie empfingen: eucharistische Kirche. Die

Eucharistie wird in der Heiligen Schrift als Kyriakon deipnon (1

Kor 11,20) bezeichnet, also als Mahl, das zum Herrn gehört.

Es ist nicht unser eigenes Mahl, es ist das Mahl des Herrn. Wir

sind Ekklesia, vom Herrn herausgerufen, oder wie es im zweiten

Hochgebet heißt: „Wir danken Dir, dass Du uns berufen

hast, vor Dir zu stehen und Dir zu dienen“. Der Ruf Gottes

steht am Anfang der Kirche. Alles kommt darauf an, dass wir

als Christen und als Kirche den Ruf Gottes hören: Gott, der

Wort für uns ist, ohne das nichts ist (Joh 1,1). KircheSein beginnt

also mit dem Hören, mit dem Stillwerden. Es ist ein

geistlicher Vorgang. Im Gebet des Erfurter Pastoraltheologen

Franz Georg Friemel heißt es: „Vater, wir bitten Dich, der

Geist, der am Anfang der Kirche gewirkt hat, möge auch in

unseren Herzen tätig sein.“ Eucharistische Kirche zu sein

heißt deshalb, geistliche Kirche zu sein. Welchen Raum nehmen

bei uns von daher die Stille, das Gebet, die Anbetung,

die Betrachtung, das geistliche Gespräch, das Miteinanderhören

auf das Wort Gottes in der Heiligen Schrift ein? Welches

ist das geistliche Niveau unserer Gemeinden, Gemeinschaften

und Einrichtungen? Ich bin dankbar für alle Mühen und alle

Erfahrungen geistlicher Vertiefung in unseren Gemeinden

und Gemeinschaften, in unseren Ordensniederlassungen und

Abteien. Ich bin dankbar, dass vor allem in der Jugendseelsorge,

in unseren Schulen, in Katechese und Religionsunterricht

junge Menschen lernen, ihr Leben als Berufung zu sehen,

und ich bin dankbar für alle, die sich um Offenheit für

geistliche Berufungen mühen. Ich danke allen, die auf verschiedene

Weise Menschen zu leben und zu glauben helfen in

verschiedenen Arten beraterischer Dienste.

 

2. Wir sind eucharistische Kirche:

vom Herrn als Glieder in seinen Leib gerufen

Der Kern der Botschaft Jesu Christi ist, dass Gott für jeden von

uns ein großes Herz hat. Deshalb leben wir und deshalb werden

wir aus dieser Treue Gottes zu uns heraus auch über den

Tod hinaus leben. Wie in seinem irdischen Leben so schenkt

uns Gott in der Eucharistie nicht etwas, sondern sich selbst:

Er gibt sich für uns hin. Gott nimmt uns in seine Lebensgemeinschaft

auf, er teilt sein Leben mit uns. Was im Leben und

Sterben unterm Kreuz Christi geschah, wird in der Eucharistie

Gegenwart. „Tut dies zu meinem Gedächtnis“ heißt es in Bezug

auf die Eucharistie bei Lukas (Lk 22,19b). Gedächtnis,

Anamnese, bedeuten nicht Rückblick auf Vergangenes, sondern

Vergegenwärtigung: Das Vergangene wird wirkmächtig

gegenwärtig, in die Gegenwart gesetzt. Das, was damals am

Abend vor seinem Leiden geschah, geschieht deshalb in jeder

Feier der Eucharistie personal und wirklich: Wir empfangen

den Leib Christi und werden von ihm gerufen als Glieder in

seinen Leib, in sein Leben. Die Eucharistie ist daher für uns

von ihm her die Quelle des ewigreichen Lebens.

Christen, die dies zutiefst im Herzen spüren, sind deshalb zunächst

und vor allem dankbar für die Feier der Eucharistie,

dankbar, dass sie als Glieder des Leibes Christi aus der in der

Eucharistie empfangenen Kraft der Gemeinschaft mit dem

Haupt Christi leben dürfen. Deshalb hat die sonntägliche Eucharistie

für unsere Gemeinden solch eine zentrale Bedeutung.

In ihr werden wir, was wir sind: Glieder in Christi Leib,

seine eucharistische Kirche. Ohne die Eucharistie gibt es die

Kirche nicht, ohne sie können wir als Einzelne und als Gemeinde

nicht leben. Deshalb ist für unsere Gemeinden die

sonntägliche Eucharistiefeier so wesentlich. Deshalb ist es

aber auch so wichtig, dass wir die Eucharistie und die Liturgie

in all ihren Weisen würdig und glaubwürdig feiern. Immer

wieder wird in unseren Gemeinden die Frage nach der Quantität

unserer Gottesdienste gestellt. Ich möchte vielmehr die

Sorge in unser Bewusstsein heben, dass unsere Gottesdienste

wertvoll gestaltet und gefeiert werden. Eine qualitativ gute

und kultivierte Liturgie bildet das Kernstück unseres Lebens

als Gemeinde und als Kirche. Von daher stellt sich die Frage

auch nach der Qualität etwa unserer liturgischen Geräte und

Gewänder und der würdigen Gestaltung unserer Kirchenräume:

sie können einfach sein, aber sie müssen edel gestaltet

und sorgsam gepflegt sein. Hier stellt sich die Frage nach den

vielfältigen liturgischen Diensten in unseren Gemeinden, nach

guten Ministrantinnen und Ministranten, Lektoren, Vorsängern,

nach der Schola, dem Chor, der Instrumentalmusik unserer

Gottesdienste. Merkt man unseren Gotteshäusern an,

dass in ihnen gebetet wird? Wie viel ist uns die liturgische Bildung

als Qualitätssicherung wert? Dies alles gilt nicht nur für

die Eucharistie, sondern auch für die Spendung anderer Sakramente,

etwa für unsere Tauffeiern, für unsere Begräbnisliturgie,

für unsere Wortgottesdienste und für unsere Andachten,

Segensfeiern und Prozessionen. Treffen wir uns in unse9

ren Häusern und Kirchen, auch wenn in der Woche keine Eucharistie

gefeiert wird? Die würdige Feier der Liturgie ist das

Kernstück unseres Gemeindelebens und sie ist tiefes Zeugnis

unseres Glaubens: Welchen Sinn sollen Gottesdienste haben

als die dankbare Verehrung Gottes, an den wir uns halten?

Ich weiß aus vielen Begegnungen mit Nichtchristen, wie sehr

sie gerade das Erlebnis von Gottesdienstfeiern mit Christen

bewegt.

Wir werden im Bistum einen Fonds auflegen, um die äußeren

Bedingungen einer guten Liturgie zu schaffen, aber entscheidend

für die Qualität der Liturgie ist das innere, betende und

dankbare Herz der Christen und der Gemeinde.

Wir werden der Leib Christi: Das bedeutet gleichzeitig aber

auch, dass wir als Glieder des Leibes Christi untereinander

und miteinander eucharistische Gemeinschaft werden. Wir

gehören als Leib Christi zusammen und tragen füreinander

Verantwortung. Wir müssen einander im Glauben stützen.

Die Isolierung und Vereinzelung ist eine der großen Gefährdungen

für die Christen in unserem Land. Gerade bei Firmungen

im ländlichen Gebiet erlebe ich, wie notwendig es für den

Glauben der Jugendlichen ist, dass sie in dieser Diaspora

Situation nicht verständnislos im Glauben allein gelassen

werden. Die Sorge um ein aufrichtiges, fürsorgendes Miteinander

in unseren Gemeinden ist eine grundlegende Konsequenz

unseres Kirchenverständnisses. Die Kirche ist krank,

wenn die Verbindung ihrer Glieder mit Christus als ihrem

Haupt und die Verbindung untereinander nicht in einer tiefen

Gemeinschaft lebendig wird. Ich danke allen, die sich um ein

herzliches Miteinander in unseren Gemeinden bemühen, ich

danke allen, die einander im Glauben stützen mit ihrer Glaubensstärke

und mit ihrer Glaubensunsicherheit. Dabei ist eine

Gemeinde nicht ein Kreis von Freundinnen und Freunden, die

sie sich selbst ausgesucht haben. Wir erleben in unseren Gemeinden

Spannungen und auch Gegensätze. Aber die Ernsthaftigkeit

unseres FüreinanderLebens als Glieder des Leibes

Christi zeigt, ob wir den Anderen oder die Andere als Bereicherung

oder als Bedrohung sehen, und sie zeigt auch, ob wir

immer wieder bereit sind, aufeinander zuzugehen und einander

zu vergeben.

 

3. Wir sind eucharistische Kirche:

berufen zu sein, was wir empfangen: der Leib Christi

Die Gaben des Brotes und des Kelches werden durch die

Worte Jesu zu Trägern eines sakramentalen Geschehens: „Tut

dies zu meinem Gedächtnis!“ (Lk 22,19b): In ihnen wird das

Opfer Jesu Christi gegenwärtig, seine Selbsthingabe am Kreuz

aktuell präsent. Wir, die Empfänger des Opfers Christi sind

dabei nicht passive Empfänger, bloße Objekte. Vielmehr werden

wir hineingenommen in sein Handeln: Wir empfangen

das Sakrament und werden selbst Sakrament für die Welt.

Wir fügen dem Heilswerk Christi nichts hinzu, aber werden

von Christus einbezogen in seine Selbsthingabe: Wir dürfen

sein, was wir empfangen. Wir sind das, was Christus vor 2000

Jahren für alle Menschen aller Zeiten getan hat. Wir verweisen

nicht nur auf Christus und bezeugen nicht nur seine Erlösungstat,

wir sind auf sakramentale Weise selber die ausgestreckte

Hand des Erlösers. Durch unser Wirken als Leib Christi

wird Christus in dieser Welt wirksam vergegenwärtigt.

Damit er seiner Kirche verlässlich gegenwärtig bleibt, hat

Christus seine Apostel zu Dienern des Leibes Christi erwählt

und bevollmächtigt. Diese Vollmacht wird durch die Jahrhunderte

im Weihesakrament an die Bischöfe und durch sie an

die Priester weitergegeben. Durch ihre Weihe sind wir verbunden

mit Christus im Abendmahlssaal, aber auch mit den

gegenwärtigen eucharistischen Gemeinschaften auf der ganzen

Welt. Deshalb nennt sich unsere Kirche apostolische Kirche,

deshalb die Nennung des Papstes und des Bischofs in der

Eucharistie, was nicht in erster Linie Gebet für sie ist, sondern

Ausdruck der sichtbaren und öffentlichen Gemeinschaft,

eben der sakramentalen Gemeinschaft in dieser durch die

Zeiten und mit allen Orten verbundenen Kirche.

Wir empfangen die Sakramente, um das Sakrament Kirche für

die Menschen sein zu können. Wir empfangen den Leib Christi,

um Leib Christi für die Menschen sein zu können. Christus

will uns in der Eucharistie einbeziehen in seine Selbsthingabe

und in seine ProExistenz. Eucharistische Gemeinde und eucharistischer

Christ zu sein heißt von daher, sich selbst hinzugeben

im Dienst am Leben der Menschen, für die wir da sind.

Eucharistische Kirche ist dem Leben der Menschen und unserer

Gesellschaft dienende Kirche, eine Kirche, die ihnen nahe

ist und die ihr Leben mit ihnen teilt. Ich danke allen, die sich

in der Haltung der Eucharistie den Menschen hingeben und

so zu Zeugen werden für die Lebenshingabe Jesu Christi. Ich

danke allen für ihr Brückesein zu den Menschen etwa in unseren

Kindertagesstätten, unseren Bildungseinrichtungen oder

in ihrem Einsatz in den Medien. Ich danke allen, die sich

caritativ einsetzen in kleinen stillen Diensten für die Armen

wie in unseren sozialen und caritativen Einrichtungen. Ich

danke allen für die vielfältigen Einsätze als Christen in Gesellschaft

und Politik und ich danke für den stellvertretenden

Dienst des Gebetes für die vielen Menschen unserer Gesellschaft,

die nicht beten. Gerade in diesem Dienst stehen wir

als die Gemeinschaft der Wenigen stellvertretend vor Gott für

die Vielen. All diese Dienste sind wahrhaft Menschen und

Gottesdienst.

 

III. Heute katholische Kirche im Bistum DresdenMeißen

sein – ein Erkundungsprozess

Damit stehen die Fragen für jede unserer Gemeinden, Gemeinschaften

und Einrichtungen an:

Wie werden wir miteinander immer mehr eucharistische Kirche?

Wie können wir unseren Auftrag erfüllen, heute hier in

Sachsen und OstThüringen Leib Christi für die Menschen

wirklich, sakramental, öffentlich und sichtbar, wirkungsvoll zu

sein:

Wie werden wir immer mehr unserer Berufung gerecht,

vom Kyrios berufene und vereinte Kirche zu sein, deren

Mitte der Herr ist?

Wie werden wir immer mehr Kirche, die dem Herrn die Ehre

gibt, weil er sie in seine Lebensgemeinschaft aufgenommen

hat, weil sie sein Leib ist?

Wie entfalten wir dieses EinLeibsein in unserer Glaubensvertiefung

und in unserer Sorge füreinander in unser

Zusammenleben in der Gemeinschaft, in der Koinonia?

Wie sind wir sein Leib, seine Hingabe, seine Liebe für die

Menschen unserer Tage? Wie hören wir auf sie? Wie lernen

wir sie kennen? Wie sprechen wir sie an mit unserer

Botschaft? Wie leben wir die Gemeinschaft mit ihnen? Wie

lassen wir uns von ihnen berühren? Wie sorgen wir uns um

sie? Wie ebnen wir ihnen den Weg zum Herrn und damit

auch zur Kirche? Wie sind wir einladende und gastfreundliche

Kirche und zugleich GehHinKirche (Kardinal Höffner)?

Wie sind wir für sie der Leib Christi?

 

Es ist die Frage, wie wir heute in unserer Zeit hier in Sachsen

und Ostthüringen den Emmausweg der Jünger zur eucharistischen

Kirche auf unsere Weise miteinander gehen wollen,

sollen und können. Ich möchte Sie einladen, sich wie die Jünger

damals auf den Weg zu machen hin zur eucharistischen

Kirche: wie sie beim Brechen des Brotes den Herrn zu erkennen,

wie sie schon auf dem Weg spüren, dass Christus uns auf

diesem Weg begleitet und uns zu diesem Ziel führt.

Diesen heute zu gehenden eucharistischen Emmausweg werden

wir in den einzelnen Regionen unseres Bistums je anders

gestalten. Die Gegebenheiten unserer Gemeinden und Einrichtungen,

die Vielfalt der Talente und Begabungen, die geschichtliche

und gesellschaftliche Situation der Menschen, auf

die hin wir Kirche sind, sind in den einzelnen Regionen unseres

Bistums so unterschiedlich, dass es nicht einen einheitlich

gestalteten Pastoral, Personal oder Finanzplan geben kann.

Jede diözesane Planung wird die Besonderheiten der einzelnen

Regionen unseres Bistums berücksichtigen. Wie das Leben

der Kirche, also der Gemeinden, Gemeinschaften und

Einrichtungen in den einzelnen Regionen gestaltet werden

soll, möchte ich mit Ihnen vor Ort und mit denen, die auf Bistumsebene

Verantwortung tragen, konkret erkunden. Ich bitte

Sie daher, sich den oben gestellten Fragen innerhalb der

neu in unserem Bistum vereinbarten nachbarschaftlichen

Verantwortungsräume zu stellen. Gemeint sind dabei solche

Räume, in denen katholische Gemeinden und Gemeinschaften,

Einrichtungen, Verbände und Initiativen unterschiedlichster

Art zum einen füreinander Verantwortung übernehmen:

Wir helfen einander, als Kirche zu leben; wir lassen einander

mit unseren Grenzen und Schwächen nicht allein; wir

ergänzen einander mit unseren Fähigkeiten; wir sprechen uns

ab und stützen uns; manches planen wir gemeinsam oder

führen es gemeinsam durch; wir feiern miteinander Gottesdienste,

tauschen unsere Erfahrungen aus, lernen voneinander

oder bilden uns miteinander im Glauben. In diesen Verantwortungsräumen

übernehmen wir aber nicht nur Verantwortung

füreinander, sondern auch für die Menschen, die in

diesem Raum leben und die oftmals die christliche Botschaft

nicht kennen oder nicht von ihr berührt sind. Wir fragen uns

miteinander, wie wir diese Menschen erreichen, wie wir sie

mit der christlichen Botschaft in Berührung bringen, wie wir

auf sie zugehen und wie wir sie zu uns einladen. Wir fragen

uns, wie wir ihre Sorgen teilen und ihnen helfen zu leben.

Miteinander wollen wir für diese Menschen in unserer Gesellschaft

Kirche sein, Leib Christi. In diesen Verantwortungsräumen

wollen wir also miteinander Verantwortung übernehmen,

füreinander und für die Menschen, mit denen wir zusammenleben.

Ich bin dankbar, dass in unserem Bistum sehr

intensiv über die konkreten Umrisse dieser Verantwortungsgemeinschaften

nachgedacht wurde und wir in unseren Gesprächen

zu einmütigen Ergebnissen kamen. Dabei ist es

selbstverständlich möglich, dass im Laufe des nun anstehenden

Gesprächsprozesses in den vorgezeichneten Nachbarschaftsräumen

Änderungen dieser Grenzen vorgeschlagen

werden.

Drei Schritte sind mir in diesem Gesprächsprozess innerhalb

der Verantwortungsbereiche unseres Bistums wichtig:

1. Gehen Sie in diesen Gesprächsprozess mit allen Gemeinden,

mit allen kirchlichen Gemeinschaften und kirchlichen

Einrichtungen, die in diesem Lebensraum existieren. Es

geht hier also nicht um eine Zusammenarbeit nur auf

Pfarrgemeindeebene, sondern alle kirchlichen „Orte“ in

diesem Raum sollen in das Gespräch einbezogen werden:

Ortsgemeinden, kategoriale Seelsorgestellen, caritative

Einrichtungen, kirchliche Gruppierungen, geistliche Gemeinschaften,

Ordensniederlassungen und andere Institutionen

des kirchlichen Lebens sollen bei diesem Gesprächsprozess

vor Ort vereint sein. Bitte überlegen Sie in

dieser Phase, welche Charismen Ihnen Gottes Geist an diesem

Ort für die Kirche gegeben hat. Überlegen Sie auch,

ob es vielleicht nicht noch viel mehr Charismen in ihren

Gemeinden, Gemeinschaften und Einrichtungen gibt, die

Sie bislang übersehen oder nicht genügend gefördert haben.

Manche kirchlichen Talenteträger sitzen an den Straßenrändern,

an den Hecken und Zäunen unserer Kirche.

Überlegen Sie aber auch, wo die Grenzen Ihrer Kräfte liegen.

Die Charismen, die Gott uns in den vielen Menschen

und in den sachlichen Möglichkeiten gegeben hat, bilden

auch eine Grenze. Wir dürfen uns nicht ständig überfordern

lassen von überzogenen Idealismen.

2. Nehmen Sie wahr, wie die Situation der Menschen und der

Gesellschaft in diesem ihrem Lebensraum ist, in dem Sie

als Kirche leben. Sammeln Sie sich dazu Informationen und

vor allem kommen Sie ins Gespräch mit den Menschen,

Einrichtungen und Institutionen in dem Sie umgebenden

Verantwortungsraum mit ihren unterschiedlichen Prägungen

und Zielsetzungen.

3. Fragen Sie sich, was es für Sie jetzt in dieser Situation

heißt, eucharistische Kirche zu sein: Wie Sie einander helfen

können, den Ruf Gottes für sich und Ihre Gemeinschaft

wahrzunehmen und ihm zu folgen. Wie Sie einander helfen

können, gnadenvoller dankbarer Leib Christi zu werden

in der Feier der Liturgie, im Leben der Gemeinschaft und in

der Sorge füreinander, wie Sie einander auch Glaubens16

und Lebensstütze sein können. Und fragen Sie schließlich,

wie Sie für die Menschen und die Gesellschaft um Sie herum

Leib Christi sein können, Kirche, die dem Menschen

dient und ihm hilft zu leben und zu glauben.

 

IV. Konkrete Hinweise

Ich bitte die Pfarrer der Pfarrgemeinden in den entsprechenden

Räumen, die Einladung zu diesem Gesprächsprozess an

die verschiedenen Gemeinden, Gemeinschaften und Einrichtungen

auszusprechen. Ich bitte Sie, Vertreter aller katholischen

Gemeinden, Gemeinschaften und Einrichtungen in Ihrem

pastoralen Raum einzuladen. Ich bitte Sie auch, Ihren

Gesprächsprozess und die Gesprächsergebnisse schriftlich

festzuhalten.

Dieser Gesprächsprozess soll ein Gesprächsprozess mit mir

als Ihrem Bischof sein und mit uns, die wir in der Bistumsleitung

Verantwortung tragen. Nachdem ich alle Regionen unseres

Bistums und die meisten kirchlichen Einrichtungen inzwischen

besucht habe, werden wir im ersten Halbjahr des

kommenden Jahres in jeden dieser kleineren nun gebildeten

Verantwortungsräume kommen, die sich zu dem Gesprächsprozess

einfinden. Ich werde bei diesem Besuch zunächst mit

jedem der pastoralen Dienste in Ihrem Bereich einzeln sprechen.

Nach diesen persönlichen Gesprächen werden wir mit

den Hauptamtlichen und den Ehrenamtlichen Ihres pastoralen

Lebensraumes zusammenkommen, um miteinander zu

erörtern, wie die Situation in Ihrem pastoralen Raum ist, welche

Stärken und welche Problemlagen gegeben sind und welche

ersten Perspektiven Sie für die Kirche in Ihrem Raum sehen.

Mich werden zu diesen Gesprächen der Generalvikar,

der Personalchef, der Seelsorgeamtsleiter, der Caritasdirektor

und der Finanzdirektor begleiten.

Es geht bei diesen Gesprächen zunächst nicht um strukturelle,

personelle, bauliche und finanzielle Konzepte, sie werden

die Konsequenzen sein. Es geht mir darum, dass wir das Projekt

Kirche in unserem Bistum in Ihrem Lebensraum auf den

Weg bringen, um zu helfen, dort Kirche zukunftsfähig zu machen

angesichts der konkreten gesellschaftlichen Situation, in

der Sie Ihren Auftrag als eucharistische Kirche erfüllen. Im

Laufe des Prozesses werden wir herausfinden, welche personellen,

finanziellen, strukturellen Hilfen und Entscheidungen

für Ihren Bereich sinnvoll und möglich sind im Rahmen der in

unserem Bistum gegebenen personellen und finanziellen Ressourcen.

Strukturelle, finanzielle, bauliche und personelle Entscheidungen

werde ich von jetzt an allerdings immer nur im Zusammenhang

dieses die einzelnen Gemeinden überschreitenden

Verantwortungsraumes fällen unter Berücksichtigung

aller kirchlichen Orte und Aktivitäten in diesem Raum. Dies

gilt sowohl für die Ortsgemeinden wie für die kategoriale

Seelsorge.

Im Laufe des Prozesses wird vom neuen Personalchef auch

ein Stellenplan für das Bistum erarbeitet werden, der natürlich

auch orientiert sein muss an unseren personellen und finanziellen

Möglichkeiten und Grenzen. Er soll die priesterlichen,

die Diakone und die Laienpastoralen Dienste umfassen,

ebenso die Kirchenmusiker, die Sekretariats und Küsterstellen

sowie auch andere in diesem Verantwortungsraum

angesiedelte Planstellen, etwa im sozialcaritativen Bereich.

Dabei ist auch eine Vielfalt von unterschiedlichen personellen

Konstellationen denkbar. So ist es nicht zwingend notwendig,

dass Theologen durch Theologen ergänzt werden, denkbar ist

alternativ etwa der verstärkte Einsatz eines Kirchenmusikers

in diesem Bereich, eines Sozialarbeiters oder eines Verwaltungsmitarbeiters.

Bei den anstehenden Gesprächsprozessen wird das Seelsorgeamt

bereitstehen, Sie, falls gewünscht, zu begleiten, also

mit Ihnen die richtige Form für Ihr Gespräch zu finden, aber

auch bei Konfliktsituationen Moderationshilfen zu geben. Ich

bitte Sie, diese Hilfe gern in Anspruch zu nehmen.

Parallel sind wir derzeit intensiv an Überlegungen, die Strukturen

und die Arbeitsabläufe im Ordinariat neu zu ordnen.

Ziel ist es, dass das Ordinariat nicht nur ein wirkungsvolles

Handlungsinstrument des Bischofs, sondern auch eine wirkliche

Dienststelle für Ihre Arbeit vor Ort wird, mit größtmöglicher

Transparenz.

Ich werde keine Zeitvorgaben für dieses Vorhaben setzen, da

der Gesprächsverlauf in den einzelnen Regionen unseres Bistums

sehr unterschiedlich gestaltet werden wird, bitte Sie

aber um ein zielorientiertes, gründliches, kreatives und geistliches

Engagement in diesem Gesprächs und Erkundungsprozess,

über dessen Verlauf wir in einem intensiven Austausch

bleiben werden.

Ich weiß, dass wir in diesem Gesprächsprozess bei weitem

nicht am Punkt Null stehen. Es ist erstaunlich, mit welchem

Engagement und mit welcher Kraft Ehren und Hauptamtliche

in den Gemeinden, Gemeinschaften und Einrichtungen des

Bistums bereits eucharistische Kirche bilden. Ich bitte Sie

nachdrücklich, diese guten Ansätze aufzugreifen und weiter19

zuführen. Ich bin allen dankbar, die in diese Richtung in unserem

Bistum schon Großes geleistet haben und leisten!

Ich freue mich auf unseren gemeinsamen Lernprozess, für

den ich das Weggeleit Christi, wie es die Jünger auf dem Weg

nach Emmaus erfahren haben, von Gott für unser Bistum erbitte.

 

Dresden, den 18.10.2013

Ihr

Dr. Heiner Koch

Bischof von DresdenMeißen

 

Eine Arbeitshilfe zur Umsetzung des pastoralen Erkundungsprozesses

stellt die Abteilung Pastoral im Bistum Dresden

Meißen zur Verfügung.

Kontakt: Pastoral@ordinariatdresden.de

Tel.: 0351 3364 701

KätheKollwitzUfer 84

01309 Dresden

 

Bischof Joachim Reinelt

 

Formularbeginn

For

 

 

 

 

 

 

 

Wenn ein Bischof so volksnah und herzlich ist, so wie Bischof Joachim Reinelt, dann kommt ein wenig Wehmut bei der Verabschiedung in den wohlverdienten Ruhestand mit auf.

Schließlich gab es sogar aus der Zeit, in der er Pfarrer im benachbarten Altenburg war, persönliche Kontakte bis hin in unsere Gemeinde .

In den unsicheren Wendejahren gab er durch viele Hirtenworte, die sonntags im Gottesdienst verlesen wurden, Orientierung, Halt und Zuversicht.

Vor fast einem Jahr wurde auf sein Betreiben hin, der Sorbe Alojs Andritzki selig gesprochen. Gerade heute ist es wichtig, so einen Seligen zu haben und dessen priesterliches Leben bis hin zu seinem gewaltsamen Tod im KZ Dachau, sich vor Augen zu führen.  

Das vielleicht größte Bauprojekt seiner Amtszeit entsteht derzeit in Leipzig: Hier wird für die Pfarrei der Messestadt ein architektonisch anspruchsvolles Gotteshaus in unmittelbarer Nähe zum Neuen Rathaus der Stadt gebaut. Die neue Propsteikirche soll bis Ende 2013 die bisherige, baufällige und vom Stadtkern abgelegene katholische Hauptkirche der Messestadt ersetzen.

 

Bischof Reinelt konnte schon im Juni 2011 sein Goldenes Priesterjubiläum feiern.

Im Oktober des selben Jahres wurde der Bischof 75 Jahre alt.

Der richtige Zeitpunkt, um in den wohlverdienten Ruhestand zu gehen.

Sein Rücktrittsgesuch, das der Bischof einreichte, hat Papst Benedikt nicht angenommen.

Dem päpstlichen Wunsch folgend, blieb Bischof Reinelt daher auch über diesen Geburtstag hinaus, zur Freude vieler Katholiken im Bistum Dresden-Meißen, weiter im Amt.

 

Seit dem 20.2.2012 ist es nun soweit, dass unser Herr Bischof in den Ruhestand gehen kann. Seine offizielle Verabschiedung fand am 26. April 2012 um 18.00 Uhr in der Kathedrale mit einer heilige Messe statt. Bei dieser Gelegenheit wurde ihm das kostbare und vielfältig gestaltete Geschenk überreicht.

 

Bereits im Vorjahr rief das Bischöfliche Sekretariat die Gemeinden auf, ein Buch als Bistums-Danke-Geschenk zu gestalten. Auch unsere Gemeinde beteiligte sich gerne daran. Für das erhaltene Originaleinlagenblatt wurden im Pfarrgemeinderat Ideen und Fotos gesammelt und von Foto-Augsten, Meerane kostenlos zu einer repräsentativen Collage zusammengestellt. Es zeigt auf der Vorderseite unsere Kirche. Dabei ist sie von außen in den vier Jahreszeiten zu sehen. Auf der Rückseite befinden sich Aufnahmen vom Innenraum mit Impressionen aus dem Gemeindeleben. Es war uns wichtig, an unser 40-jähriges Kirchweihfest, unsere Bläsergruppe, und die Verbindung zu unserer Partnergemeinde Sankt Peter, Lörrach sowie der evangelischen Nachbargemeinde Stankt Martin, Meerane zu erinnern.

Eine Kopie davon wird in unserer Kirche zur Ansicht ausgehängt und natürlich im Internet wird es unter www.kath-kirche-meerane.de zu sehen sein. Die Originale aller Gemeinden werden ja als gebundenes Buch überreicht.

 

Gerne würden wir mal in dieses dicke Buch schauen, um zu vergleichen, was so die anderen uns bekannten Gemeinden beigetragen haben.

Aber vorerst soll natürlich vorrangig Bischof Reinelt darin lesen.

Wir hoffen nur, dass er trotz „Unruhestand“ Zeit dafür hat.

Im März dieses Jahres trafen wir ihn in unseren Nachbargemeinden Glauchau und Crimmitschau zur Heiligen Firmung. Auch aus unserer Gemeinde erhielten Jugendliche das Sakrament von Bischof Reinelt gespendet. In einem kurzen persönlichen Gespräch sagte er: „ Euer Pfarrer Clemens Baumert macht es noch zehn Jahre“, nach einer kurzen Pause fügte er noch schnell dazu: „ ….und ich auch!“

 

Der Herr gebe es. Gottes Segen und Danke, Herr Bischof.

 

Wolfgang Geier

für den Pfarrgemeinderat

von Sankt Marien Meerane

 

 

 

Hier finden Sie uns:

 

Pfarrbüro

 

   Pfarrer

   Clemens

   Baumert

 

Am Rotenberg 81

08393 Meerane

Tel.: 03764/2984

 

Kirche:

Am Rotenberg/

Ecke Kleine Augasse 15

 

Bankverbindung:

Konto Nr. leider nur noch auf Anfrage

BLZ 870 500 00

Sparkasse Chemnitz

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Aktuelles

Einladung

zum Krippenspiel 2017

Das Team der Krippenspieler freut sich auf Euer Kommen zum diesjährigen Krippenspiel am 1. Weihnachtsfeiertag, Montag, 25.12.2017, 9:30 Uhr. Wir wollen mit Euch die Verkündigung der Weihnachtsbotschaft hören.

Seit 20 Jahren ist Pfarrer Clemens Baumert Pfarrer von Sankt Marien Meerane

siehe: aktuelle Information

 

Der Katholikenrat und Thomas Kratzmann treffen sich am 23.10.2017 mit Ministerpräsident Stanislaw Tillich

siehe: Aktuelle Information,

www.bistum-dresden-meissen.de

Bischof Heinrich Timmerevers -

seit einem Jahr Bischof von Dresden - Meißen:

St. Marien Meerane mit Pfr. Clemens Baumert

gratuliert herzlich und wünscht Gottes Segen

siehe: Geistl. Wort

 


 

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