Hirtenwort für die Gemeinden im Bistum Dresden-Meißen anlässlich der Einführung als neuer Bischof  

 

Liebe Schwestern und Brüder im Bistum Dresden Meißen! 

 

I. Heute Vormittag bin ich mit einem feierlichen Gottesdienst in der Kathedrale St. Trinitatis, Dresden, als Ihr neuer Bischof eingeführt worden! Herzlich grüße ich Sie alle mit dem Gruß des Auferstandenen Herrn: Der Friede sei mit Euch! 
Die ersten Begegnungen mit Gläubigen aus dem Bistum ergaben sich auf dem Katholikentag in Leipzig. Von verschiedenen Personen bin ich oft mit den Worten angesprochen worden: „Sind Sie nicht unser neuer Bischof? “ - „Ja, das bin ich!“ Meistens haben wir zuerst ein paar Worte gewechselt, und dann wurde mir sehr häufig gesagt: „Wir freuen uns auf Sie!“ – und dann manchmal mit dem Zusatz: „ Hoffentlich bleiben Sie etwas länger!“ „Davon gehe ich aus“, habe ich geantwortet.  
Liebe Schwestern und Brüder! Seit einigen Wochen steht auf meinem Personalausweis die Anschrift Schloßstraße 24, 01067 Dresden! Ich möchte hier im Bistum Dresden-Meißen neue Wurzeln schlagen und bei Ihnen ein Zuhause finden! Das mir so häufig gesagte Wort: „Wir freuen uns auf Sie!“ möchte ich heute aus ganzem Herzen beantworten: „Ich freue mich auch auf Sie!“   

II. Sicher werden viele von Ihnen die Kathedrale, die Dresdener Hofkirche, kennen und sie schon einmal besucht haben. Wer sie betritt, wird sofort von dem großen Altarbild eingenommen, das Anton Raphael Mengs um 1752 für diese Kirche geschaffen hat. Christus, der Gekreuzigte und Auferstandene wird in den Himmel aufgenommen. Es ist ein Himmelfahrtsbild.  
Am Fest Christi Himmelfahrt hören wir in der Lesung einen Abschnitt aus dem Brief des Apostel Paulus an die Kolosser: „Ihr seid mit Christus auferweckt. Darum strebt nach dem, was im Himmel ist, wo Christus zur Rechten Gottes sitzt. Richtet euren Sinn auf das Himmlische, nicht auf das Irdische.“ Es kommt mir wie eine wunderbare Fügung vor, dass ich zu meiner Bischofsweihe vor 15 Jahren aus diesen Versen meinen bischöflichen Wahlspruch gewählt habe. Das Altarbild der Hofkirche führt es uns vor Augen! „Suchet, wo Christus ist!“ „Richtet euren Sinn auf das Himmlische und nicht auf das Irdische!“ Das Himmlische ist Christus. Jesus Christus, Gottes Sohn, Mensch geworden für uns, gekreuzigt, gestorben und begraben, dann aber auferstanden von den Toten, er kehrt heim zum Vater. Durch den Geist, den er über alle Welt ausgegossen hat und nicht aufhört, ihn auszugießen, ist er mitten unter uns. Um diesen Jesus Christus geht es uns, geht es den Christen, er ist die Mitte unseres Glaubens und Lebens. 
Auch das kommt mir wie eine wunderbare Fügung vor: Bischof Joachim wählte den Wahlspruch: „Jesus in der Mitte“; Erzbischof Heiner den Wahlspruch: „ Freut euch allezeit, der Herr ist nahe!“ Und ich habe den Wahlspruch gewählt: „Suchet, wo Christus ist!“ Um ihn geht es!  
III. Vielleicht wird jemand fragen: „ Warum sollte ich Christus suchen, was habe ich davon?“ Was ich davon habe, ist schon mit dem ersten Vers der Lesung gesagt: „Ihr seid mit Christus auferweckt!“ Wer durch die Taufe mit Christus verbunden ist, der hat mit ihm ein neues Leben empfangen, ein Leben, das im Tod nicht untergeht. Mehr noch: der Getaufte trägt ein Leben in sich,

das uns heute, jetzt, die Kraft und den Mut gibt, sich den Herausforderungen des Lebens zu stellen. Wer Jesus sucht, findet Orientierung für sein Leben. Wer Jesus sucht, findet Klarheit in der Fülle der vielen Sinnstiftungsangebote dieser Welt. Wer Jesus sucht, findet mit ihm die Kraft der Liebe, die alle Spaltung zu überwinden hilft. Wer Jesus sucht, findet mit ihm einen Frieden, den die Welt nicht geben und kein Mensch machen kann. Um es mit Papst Benedikt zu sagen: „Wer sich auf Jesus einlässt, der verliert nichts, der gewinnt!“ – der gewinnt Lebensqualität! Wie viele Christinnen und Christen in unserem Bistum können bezeugen: „Es lohnt sich, Jesus zu suchen und sich auf ihn einzulassen!“  
IV Wo finden wir diesen Jesus Christus? Das Himmelfahrtsbild der Hofkirche gibt eine erste Antwort. Die Kirche ist der Ort des Auferstandenen, und zwar diese unsere Kirche - heute - die beständig der Erneuerung und der Verlebendigung durch das Evangelium bedarf. Diese Kirche, die seit der Reformation an der Spaltung leidet, diese Kirche, die manchmal ein glaubwürdigeres Zeugnis der Liebe und der Barmherzigkeit geben könnte, diese Kirche ist der Ort des Auferstandenen Herrn! Und in dieser Kirche ist der Herr präsent in seinem Wort, das verkündet und gelebt wird; er ist präsent in den Zeichen von Brot und Wein; er ist präsent in den Dienstämtern unserer Kirche. Er ist gegenwärtig, wenn wir uns in seinem Namen versammeln. 
Sie, liebe Schwestern und Brüder, haben sich in den vergangenen Jahren mit einem Erkundungsprozess auf den Weg gemacht. Es geht darum, Wege zu suchen, damit möglichst viele Menschen in Sachsen und OstThüringen Christus kennenlernen und ihm begegnen können. Mit diesem Erkundungsprozess werde ich mich jetzt vertraut machen, und ich möchte - so bald wie möglich - die Verantwortungsgemeinschaften besuchen und kennenlernen. Ich werde mit der Grundüberzeugung in diesen Erkundungsprozess gehen: Die Kirche ist der Raum des Auferstandenen, die Pfarrei ist der Ort des Auferstandenen, die Gemeinde, die sich versammelt, ist ein Ort des Auferstandenen! Und dann, liebe Schwestern und Brüder, werden auch die in diesem Erkundungsprozess gegründeten Verantwortungsgemeinschaften Orte des Auferstandenen sein. Bei allem

Fragen und Suchen, mit den Auseinandersetzungen, Klärungen und Entscheidungen, die für eine neue Struktur in der Seelsorge getroffen werden müssen, und in dem Bemühen, eine lebendige und einladende Kirche zu sein, tragen wir vor allem miteinander die Verantwortung dafür, dass der Auferstandene unter uns Raum bekommt. Wodurch wird das erfahrbar? 
Von einem Abt einer großen Ordenskongregation habe ich erfahren, dass er bei den Visitationen der verschiedenen Klöster der Kommunität gerne zwei Fragen stellte und darüber mit ihnen ins Gespräch kam: Die erste Frage: „Seid ihr im Frieden des Auferstandenen?“ Und die zweite Frage: „Habt ihr Berufungen?“ 
Liebe Schwestern und Brüder, ich lade Sie ein, dass wir uns diesen beiden Fragen stellen: „Seid ihr im Frieden des Auferstandenen und habt ihr Berufungen?“ Bei der Suche danach, wie es mit unseren Gemeinden weitergehen soll, wird es darauf ankommen, dass wir dem Auferstandenen unter uns Raum geben. Wer sich im Denken, Fragen, Suchen und im Reden und Tun ihm nähert, der wird seinen Frieden erfahren. Die zweite Frage: „Habt ihr Berufungen?“ ist innerlich mit der ersten verbunden. Der Auferstandene beruft Menschen zum Priester, zum Ordenschristen, die Kirche braucht diese Berufungen! Der Auferstandene ruft die Getauften und Gefirmten, sich mit ihren Gaben und Fähigkeiten einzubringen und mitzuwirken zum Aufbau der Kirche! Im Frieden des Auferstandenen können wir gemeinsam Kirche sein und hineinwirken in die Welt. Dazu lade ich Sie alle herzlich ein!   
V. Kirche ist nicht für sich selbst da, wir sind in die Welt gestellt, wir leben in ihr und geben mit unserem Leben Zeugnis von der frohen Botschaft! „Suchet, wo Christus ist!“ Christus selbst zeigt uns einen noch größeren Horizont auf, wo wir ihn suchen und finden können! 
Der Evangelist Matthäus überliefert uns die große Rede Jesu über das Endgericht. Jesus sagt uns, wonach dann gefragt wird. Diese Fragen machen unser Leben heute sehr konkret!

Jesus sagt etwas Unvorstellbares, er identifiziert sich mit den Notleidenden dieser Welt. Wer ihn sucht, findet ihn in den Hungrigen, Durstigen, Obdachlosen, Nackten, Kranken und Gefangenen. Er holt die Leidenden aus ihrer Anonymität, er gibt ihnen ein Gesicht, sein Gesicht! Und so kann er sagen: „Was ihr für einen meiner geringsten Brüder und Schwestern getan habt, das habt ihr mir getan.“ 
Christus weitet unseren Horizont. Christsein verwirklicht sich nicht durch ein Starren zum Himmel, Christen verharren nicht in Kirchenräumen, mögen diese noch so schön sein! Christensein genügt sich nicht mit dem Drehen um sich selbst in Sakristeien und Pfarrhäusern. In der Suche nach Christus werden wir bei denen ankommen, die – wodurch auch immer – notleidend sind. Da sind wir alle gefragt und gerufen! Kirche geht nicht ohne Caritas! 
Liebe Schwestern und Brüder, ich lade Sie alle ein, sich mit mir auf den Weg zu machen. Suchen wir, wo Christus ist! 
Dazu segne Sie alle der liebende, barmherzige Gott, der Vater, der Sohn und der Heilige Geist! 
Amen! 

 

Dresden, am 27. August 2016 
Ihr   

 

+ Heinrich  
Bischof von Dresden-Meißen  

 

 

Gebetstag für die III.

außerordentliche Generalversammlung der Bischofssynode

Sonntag, 28. September 2014  

 

Der Sonntag am kommenden 28. September wird dem Gebet für die III. außerordentliche Generalversammlung der  Bischofssynode gewidmet sein, die vom 5. bis zum 19. Oktober zum Thema „Die pastoralen Herausforderungen der Familie im Kontext der Evangelisierung“ stattfinden wird. 
 Die Ortskirchen, die Pfarrgemeinden, die Institute des geweihten Lebens, die Verbände und Bewegungen sind in den Tagen vor und während der Synode zum Gebet für die Synode in den Eucharistiefeiern und in den anderen Gottesdiensten aufgerufen. In Rom wird jeden Tag in der Kapelle der Salus Populi Romani der Basilika Santa Maria Maggiore in der Intention gebetet werden. Die Gläubigen können sich in ihren persönlichen Gebeten dem Anliegen anschließen, vor allem in den Familien.  
 Empfohlen wird das Gebet zur Heiligen Familie für die Synode, das Papst Franziskus verfasst hat, sowie die vorgeschlagenen Fürbitten, die in den Sonntagsmessen am 28. September, wie auch in den Tagen während der Synode verwendet werden können. Den Bitten der Laudes sowie den Fürbitten der Vesper kann eine der Intentionen hinzugefügt werden. Den Gläubigen wird auch das Gebet des Rosenkranzes für die synodalen Arbeiten ans Herz gelegt.   
I – Gebet zur Heiligen Familie für die Synode 
Jesus, Maria und Josef, auf euch, die Heilige Familie von Nazareth, richten wir heute den Blick voller Bewunderung und Zuversicht; in euch betrachten wir die Schönheit der Gemeinschaft in der wahren Liebe; euch empfehlen wir alle unsere Familien, damit sich in ihnen die Wunder der Gnade erneuern. 
Heilige Familie von Nazareth, anziehende Schule des heiligen Evangeliums: lehre uns, deine Tugenden nachzuahmen mit weiser geistlicher Disziplin,
schenke uns den klaren Blick, der es versteht, das Werk der Vorsehung in den täglichen Wirklichkeiten des Lebens zu erkennen. 
Heilige Familie von Nazareth, treue Behüterin des Geheimnisses der Offenbarung: lass in uns die Wertschätzung für die Stille neu erwachen, mach unsere Familien zu Abendmahlssälen des Gebets und verwandle sie in kleine Hauskirchen, erneuere das Verlangen nach Heiligkeit, stütze die edle Mühe der Arbeit, der Erziehung, des Zuhörens, des gegenseitigen Verstehens und der Vergebung. 
Heilige Familie von Nazareth, erwecke in unserer Gesellschaft wieder das Bewusstsein des heiligen und unantastbaren Charakters der Familie, unschätzbares und unersetzbares Gut. 
Jede Familie sei aufnahmefreudige Wohnstatt der Güte und des Friedens für die Kinder und für die alten Menschen, für die Kranken und Einsamen, für die Armen und Bedürftigen. 
Jesus, Maria und Josef, zu euch beten wir voll Vertrauen, euch vertrauen wir uns mit Freude an.   
II – Fürbitten  
Brüder und Schwestern,  Als Familie der Kinder Gottes, und angetrieben durch den Glauben, erheben wir unser Gebet zu Gott dem Vater und bitten, dass durch die Gnade Christi unsere Familien zu echten Hauskirchen werden, in denen die Liebe Gottes gelebt und bezeugt wird. 
Beten wir gemeinsam und sprechen: Herr, segne und heilige unsere Familien. 
Für Papst Franziskus: Gott hat ihn dazu berufen, in der Kirche den Vorsitz in der Liebe zu führen. Der Herr stärke ihn in seinem Dienst an der Einheit im Bischofskollegium und im ganzen Volk Gottes. 
Für die Synodenväter und die anderen Teilnehmer der III. außerordentlichen Generalversammlung der  Bischofssynode: Der Geist des Herrn erleuchte sie, damit die Kirche angemessen auf die heutigen Herausforderungen für die Familien antworten kann, in Treue zum Plan Gottes.  
Für die Regierenden der Nationen: Der Heilige Geist inspiriere sie zu Projekten, die die Familie als Urzelle der Gesellschaft fördern, wie es dem göttlichen Ratschluss entspricht, und die sich der Unterstützung von Familien in Schwierigkeiten widmen.  
Für die christlichen Familien: In der ehelichen Gemeinschaft hat der Herr das Siegel seiner Gegenwart hinterlassen. Er mache unsere Familien, nach dem Vorbild der Heiligen Familie von Nazareth, zu Heimstätten des Gebets und zu innigen Gemeinschaften des Lebens und der Liebe.  
Für die Eheleute in Schwierigkeiten: Der Herr, der reich an Barmherzigkeit ist, begleite die Eheleute, durch den mütterlichen Dienst der Kirche, mit Verständnis und Geduld auf dem Weg der Vergebung und der Versöhnung. 
Für die Familien, die wegen des Evangeliums ihre Heimat verlassen müssen: Der Herr, der mit Maria und Joseph nach Ägypten geflohen ist, stärke die Familien im Exil mit seiner Gnade und eröffne ihnen Wege brüderlicher Nächstenliebe und menschlicher Solidarität. 
Für die Großeltern: Der Herr ist von den heiligen Greisen Simeon und Anna im Tempel empfangen worden. Er mache die Großeltern zu weisen Mitarbeitern für die Eltern in der Weitergabe des Glaubens und in der Erziehung der Kinder. 
Für die Kinder: Der Herr des Lebens hat die Kinder zu sich kommen lassen und sie als Vorbild hingestellt, um in das Reich Gottes zu gelangen. Er erwecke in uns allen die Ehrfurcht vor dem werdenden Leben und schenke Inspiration zu Erziehungsprojekten, die der christlichen Sicht auf das menschliche Leben entsprechen. 
Für die Jugendlichen: Der Herr hat die Hochzeit zu Kana geheiligt. Er lasse die jungen Menschen die Schönheit der Heiligkeit und Unverletzlichkeit der Familie im göttlichen Ratschluss wiederentdecken, und er helfe den Verlobten auf ihrem Weg zur Feier der Trauung.  
Gott, der du das Werk deiner Hände nicht preisgibst, höre unser Gebet. Sende den Geist deines Sohnes, und erleuchte die Kirche am Beginn des synodalen Wegs. Lass sie die Herrlichkeit der wahren Liebe betrachten, die in der Heiligen Familie von Nazareth aufleuchtet, und lehre sie nach ihrem Vorbild die Freiheit und den Gehorsam, um mit Mut und Barmherzigkeit auf die Herausforderungen der heutigen Welt zu antworten. 

 

Durch Christus, unsern Herrn.

 

 

 

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zum Krippenspiel 2017

Das Team der Krippenspieler freut sich auf Euer Kommen zum diesjährigen Krippenspiel am 1. Weihnachtsfeiertag, Montag, 25.12.2017, 9:30 Uhr. Wir wollen mit Euch die Verkündigung der Weihnachtsbotschaft hören.

Seit 20 Jahren ist Pfarrer Clemens Baumert Pfarrer von Sankt Marien Meerane

siehe: aktuelle Information

 

Der Katholikenrat und Thomas Kratzmann treffen sich am 23.10.2017 mit Ministerpräsident Stanislaw Tillich

siehe: Aktuelle Information,

www.bistum-dresden-meissen.de

Bischof Heinrich Timmerevers -

seit einem Jahr Bischof von Dresden - Meißen:

St. Marien Meerane mit Pfr. Clemens Baumert

gratuliert herzlich und wünscht Gottes Segen

siehe: Geistl. Wort

 


 

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